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Ponsse: Besserer After-Sales-Service durch Condition Monitoring

Mit Unterstützung der Hardware- und Softwarekompetenz von Bosch hat der Forstmaschinenhersteller eine Lösung realisiert, die einen tieferen Einblick in den Zustand seiner Maschinen ermöglicht.

Problem

Der After-Sales-Service ist ein wichtiger wie auch anspruchsvoller Aspekt des Geschäfts von Ponsse. Als ein führender Hersteller von Forstmaschinen muss das Unternehmen die Betriebsbereitschaft seiner Produkte sicherstellen, die häufig an sehr abgelegenen Orten genutzt werden und erheblichen Belastungen ausgesetzt sind.

Lösung

Mit Unterstützung der Hardware- und Softwarekompetenz von Bosch Rexroth und Bosch.IO hat Ponsse eine Condition-Monitoring-Lösung für seine Maschinen realisiert. Diese ermöglicht es den Servicetechnikern von Ponsse, den Zustand der Fahrzeuge seiner Kunden besser zu beurteilen.

Vorteile

Die Servicetechniker sind nun in der Lage, Störungen schneller zu untersuchen und Kunden proaktiver auf potenzielle Probleme hinzuweisen. Für die Kunden von Ponsse wird der Kontakt mit der Serviceabteilung somit zu einem positiveren Erlebnis.

"Dank der gemeinsam mit Bosch eingerichteten Condition-Monitoring-Lösung können wir nun proaktiver auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen."
Juha Inberg Director of Technology and R&D, Ponsse

Überwachung des Zustands von Maschinen

Der After-Sales-Service ist für jeden Hersteller von Geländemaschinen eine entscheidende wie auch anspruchsvolle Aufgabe. Als führender Forstmaschinenhersteller ist sich Ponsse dessen nur allzu bewusst. Seine Kunden setzen die Maschinen an sehr abgelegenen Orten ein, wo sie erheblichen Belastungen ausgesetzt sind. „Unsere Kunden sind darauf angewiesen, dass ihre Maschinen sie nicht im Stich lassen. Deshalb muss unsere Serviceabteilung dafür sorgen, dass sie jederzeit betriebsbereit sind“, sagt Juha Inberg, Director of Technology and R&D bei Ponsse.

Dies gilt umso mehr, da Ponsse auch sogenannte Full-Service-Verträge anbietet, mit denen der Hersteller seinen Kunden die aufwändigen Wartungsaufgaben abnimmt. Ponsse hält die Maschinen am Laufen, kümmert sich um Reparaturen und stellt alle erforderlichen Verbrauchsmaterialien bereit.

Wie können Hersteller von Geländemaschinen die Effizienz ihres After-Sales-Service optimieren? Für Ponsse liegt die Antwort in IoT-Daten. Zusammen mit Experten von Bosch hat das Unternehmen eine Condition-Monitoring-Lösung realisiert, die genaue Einblicke in den Zustand der Maschinen gewährt. So kann Ponsse bestmöglich auf die Anforderungen der Kunden reagieren.

Ein IoT-Projekt mit langjährigem Partner

Die Vernetzung und das IoT sind für Ponsse nichts Neues. Das Unternehmen verfügt längst über eine eigene Infrastruktur und erfasst Maschinendaten, um seinen Kunden wertvolle Informationen zu liefern. Mit dem Ponsse Manager gibt es ihnen ein Tool für die Verwaltung ihrer Betriebsabläufe, Fahrzeugflotten und Dokumentationsprozesse an die Hand.

„Wir schätzen Bosch seit Jahren als zuverlässigen Lieferanten von Hydraulikteilen“, sagt Inberg. „Aufgrund unserer guten Zusammenarbeit haben wir beschlossen, uns die Kompetenz des Unternehmens zunutze zu machen und gemeinsam eine Condition-Monitoring-Lösung für unsere Maschinen zu entwickeln.“ Für die Umsetzung dieser Lösung haben Bosch Rexroth und Bosch.IO Hardware- und Softwarekomponenten bereitgestellt, die sich nahtlos in die vorhandene Infrastruktur von Ponsse integrieren.

Die Lösung im Detail

Mit der Lösung hat Ponsse den Zustand der Forstmaschinen immer Blick. Sie überwacht zwei zentrale Aspekte:

  • Körperschall
  • Nutzungsdaten der Hydraulikkomponenten

Eine tragende Säule der Lösung ist der Intelligent Vibration Analysis Sensor (IVAS) von Bosch Rexroth. „Wie der Arzt mit einem Stethoskop horchen wir die Maschinen ab, um festzustellen, ob sie ordnungsgemäß funktionieren“, erklärt Christian Grabe, Business Owner of Digital Business and Connected Off-Highway Machines im Hause Bosch Rexroth. Hierzu wird das Betriebsgeräusch einer laufenden Maschine mit den Geräuschmustern ihres Idealzustands verglichen. „Wenn Abweichungen auftreten, kann Ponsse rasch eingreifen und prüfen, ob ein Problem vorliegt.“

Darüber hinaus hilft Bosch der Firma Ponsse einzuschätzen, wie eine Maschine genutzt wird. Hierzu werden Daten der verschiedenen Hydraulikkomponenten an Bosch IoT Insights, den Cloud-basierten Daten-Management-Service der Bosch IoT Suite, übertragen. „Bosch IoT Insights ist das Datenrückgrat unserer Lösung“, erklärt Grabe. „Hier werden alle Informationen gespeichert und verwaltet. Zudem lassen sie sich mithilfe der Dashboards visualisieren.“ Anschließend werden die Nutzungsdaten anhand von Algorithmen analysiert, die Bosch Rexroth bereitstellt. „Auf diese Weise können wir erkennen, welche Teile besonders stark beansprucht werden und möglicherweise demnächst gewartet werden müssen.“

Ein proaktiver Kundenserviceansatz

Nachdem 2016 mit der Entwicklung eines Proof-of-Concepts (PoC) begonnen wurde, werden seit 2019 Feldversuche unternommen. Die Anzahl der vernetzten Maschinen nimmt von Jahr zu Jahr zu. „Unser Ziel ist es, bis Ende 2021 eine dreistellige Zahl an Maschinen zu vernetzen“, sagt Grabe.

Schon jetzt macht sich der Einsatz der Lösung positiv für Ponsse bemerkbar. Der After-Sales-Service wird proaktiver. Das Unternehmen kann seine Kunden nun auf potenzielle Probleme hinweisen und Maßnahmen ergreifen, bevor eine Maschine ausfällt. „Dieser Ansatz kommt bei unseren Kunden sehr gut an“, sagt Inberg. „Der Kontakt mit unserer Serviceabteilung wird für sie zu einem positiveren Erlebnis.“ Alles in allem kann sich Ponsse jetzt schneller und effizienter um die Probleme seiner Kunden kümmern.