Subscribe Find out first about new and important news
  • Share via email
  • Subscribe to blog alert

HOLMER: Wie man das Beste aus IoT-Daten in der Landwirtschaft macht

Der Hersteller von Landmaschinen setzt die Bosch IoT Suite ein, um Daten effizient zu verwalten.

Problem

Landmaschinen werden immer komplexer, um mit den neuen Anforderungen der Agrar-Branche Schritt zu halten. Landwirte müssen ihre Maschinen aber weiterhin leicht bedienen können.

Lösung

Mit EasyHelp 4.0 hat HOLMER ein Ferndiagnose- und Wartungspaket für seine Maschinen entwickelt. Auf Basis von IoT-Daten erhalten Service-Mitarbeiter nun Einblicke in den Zustand der Landmaschinen. Die technische Grundlage bilden Services der Bosch IoT Suite.

Vorteile

Die Lösung hilft dabei, die Wartung der Landmaschinen von HOLMER zu optimieren. Service-Mitarbeiter wissen nun besser darüber Bescheid, welche Bauteile reparaturbedürftig sind und welche Ersatzteile benötigt werden.

"Alleine in Zentraleuropa beträgt die Flächenleistung über 100.000 Hektar in nur drei Monaten – für die Erntemaschinen eine echte Herausforderung."
Dr. Michael Gallmeier Leiter R&D, HOLMER Maschinenbau

Herausforderugnen für Maschinenhersteller

Als Maschinenhersteller ist man heute mit zwei Herausforderungen konfrontiert, erklärt Dr.-Ing. Michael Gallmeier. Er ist Leiter der Forschung und Entwicklung bei HOLMER, weltweit führender Hersteller im Bereich selbstfahrender Zuckerrübenvollernter: „Die Maschinen müssen zunehmend komplexer gestaltet werden, um die steigenden Anforderungen des Marktes besser zu bedienen. Gleichzeitig müssen die Vorteile für den Kunden in der Nutzbarkeit erhalten bleiben.“ Mit EasyHelp 4.0 hat HOLMER eine Lösung entwickelt, die genau diese Herausforderungen bedient. Bei der Servicelösung zur Ferndiagnose und -wartung setzt HOLMER auf IoT-Technologie von Bosch – bestehend aus Hardware, Software und Services.

Die Vorteile des Gerätemanagements für Industriegüter

Whitepaper lesen

IoT-Daten in der Landwirtschaft

Der Erntezeitraum für Zuckerrüben ist kurz und dauert in den meisten Ländern von September bis November. Die Abholung der Rüben und ihre unmittelbare Verarbeitung in den Zuckerfabriken ist minutiös geplant. Knapp 20.000 Tonnen Zuckerrüben verarbeitet eine Fabrik am Tag „Damit die Anlagen nicht stillstehen, spielt auch die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Erntemaschinen eine wichtige Rolle“, erklärt Gallmeier. Gallmeier ist innovationsgetrieben und stets auf der Suche nach Wegen, um Arbeitsprozesse zu optimieren und einfacher zu gestalten. „Im Mittelpunkt unserer Entwicklungen stehen Automatisierungslösungen. Durch die Vernetzung landwirtschaftlicher Prozesse sehen wir großes Potential, um Maschinen besser zu integrieren und um den Informationsfluss zwischen den vor- und nachgelagerten Prozessschritten zu verbessern.“

Servicelösung basiert auf Bosch-Technologie

„Durch Easy Help 4.0 hat unsere Serviceabteilung Einsicht in die Maschinendaten unserer Kunden – sofern diese damit einverstanden ist“, ergänzt Gallmeier. Wenn technische Störungen auftreten, kann der HOLMER-Servicemitarbeiter den Kunden über einen direkten Live-Support unterstützen. „Falls dann doch ein Ersatzteil benötigt wird, hat der Servicemonteur dieses schon beim ersten Besuch dabei – das spart Zeit und Geld“, so Gallmeier.

Bei der Umsetzung von EasyHelp 4.0 setzt HOLMER auf Lösungen von Bosch. Bosch.IO half beim Aufbau des Systems mit Elementen der Bosch IoT Suite.

  • Ein Bosch-Telemetriemodul in der Maschine, ausgestattet mit der Bosch IoT Gateway Software, sammelt die Prozess-, Auftrags- und Maschinen-Daten
  • Der Bosch IoT Remote Manager übernimmt die Vernetzung, Verwaltung, Kontrolle und Aktualisierung des Moduls
  • Die Daten werden dann über das Mobilfunknetz an die Bosch IoT Cloud gesendet
  • Dort speichert Bosch IoT Insights die Daten und bietet Tools, um die Daten zu aufzubereiten.
  • Auf Basis der Standarddashboards von Bosch IoT Insights wurde gemeinsam eine Website für den HOLMER-Service entwickelt, auf der die Daten schließlich visualisiert und grafisch anzeigt werden.

EasyHelp 4.0 bietet zudem Schnittstellen zu digitalen Farmmanagement-Lösungen. Diese bieten dem Kunden die Möglichkeit, seine Fahrzeugflotte digital und ortsunabhängig zu betreuen. So können z. B. neue Aufträge an die Maschine gesendet, Tankzyklen geplant oder neue Fahrer bei der optimalen Maschineneinstellung unterstützt werden.

So profitieren Sie von den Nutzungsdaten Ihrer Geräte

Mehr über das On-Demand-Webinar erfahren

Neue Form der Zusammenarbeit für HOLMER

„Das Projekt läuft anders als wir Projekte sonst gewohnt sind“, erklärt Gallmeier. Die Zusammenarbeit ist sehr dynamisch, das Team von Bosch setzt sich mit uns auseinander und ist immer zur Stelle, wenn etwas notwendig ist. Das Ergebnis ist eine sehr praktikable Lösung – so bekommen wir das auch von unserem Kundendienst zurückgespielt.”

Anfang 2017 hat sich HOLMER auf die Suche nach einem Umsetzungspartner für seine Lösung gemacht. Gallmeier: „Wir haben es hier mit hochsensiblen Daten zu tun, die der Landmaschinenbetreiber, Landwirt und wir nicht irgendwo sehen möchten“.  Daher hat HOLMER einen verlässlichen Partner gesucht, der die Daten in Deutschland hostet und gleichzeitig die Sicherheit bietet, diese immer abrufen zu können und dass sie nicht in falsche Hände gelangen. „Bosch hatte sich angeboten“, erinnert sich Gallmeier, „zudem bietet uns die IoT-Plattform eine Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit über die nächsten Jahre.“

Blick in die Zukunft

Im nächsten Schritt möchte HOLMER Updates Over-The-Air (OTA) realisieren, um Kunden zusätzliche oder verbesserte Funktionen bereitzustellen, ohne die Maschinen in die Werkstatt bringen zu müssen. „Bosch bietet uns zudem die Infrastruktur, Daten aus verschiedenen Quellen zu vernetzen, um Algorithmen zu generieren, die dem Kunden helfen können. Zum Beispiel können Wetterdaten mit aktuellen Bodeninformationen zusammengeführt werden, um dem Kunden Mehrwert zu bieten.“ Datensicherheit hat für Gallmeier bei allen Schritten oberste Priorität: „Externe sollen keine Möglichkeit haben, auf das Fahrzeug zuzugreifen“. Hier setzt Gallmeier ganz auf die Erfahrung von Bosch in der Kommunikation mobiler Fahrzeuge.

Weiterführende Informationen